Roger Waters Tour 2008

 

 

The Australian Pink Floyd Show

06.03.2008 LEIPZIG Arena

Bericht & Fotos von H.-Joachim Lingelbach

Das Konzert hat mir sehr gut gefallen, sehr guter Klang, sehr gute Show. Kann man nur weiterempfehlen, auch wen es „nur“ eine Coverband ist. Es war leider nicht ausverkauft.

 

TOURDATEN

03.02.2008 LISSABON

05.02.2008 MADRID

06.02.2008 BARCELONA

07.02.2008 CASTELLON

09.02.2008 ZÜRICH

10.02.2008 ESCH ALZETTE 11.02.2008 PARIS

12.02.2008 BRÜSSEL

13.02.2008 NIJMEGEN

14.02.2008 AMSTERDAM

16.02.2008 KOPENHAGEN

18.02.2008 OSLO

19.02.2008 GÖTHEBURG

20.02.2008 STOCKHOLM
22.02.2008 HANNOVER
23.02.2008 KÖLN
25.02.2008 HAMBURG

26.02.2008 FRANKFURT
28.02.2008 BERLIN

 

01.03.2008 KATOWICE

02.03.2008 OSTRAVA
03.03.2008 DRESDEN
05.03.2008 MANNHEIM
06.03.2008 LEIPZIG

07.03.2008 NÜRNBERG
08.03.2008 STUTTGART

10.03.2008 MANTOVA

11.03.2008 ROM

Überzeugende Pink-Floyd-Kopie

Leipziger Volkszeitung von Robert Büssow

Das Album „The Wall“ von Pink Floyd gilt als das letzte große der britischen Kultband. Dennoch wurde es seit seiner Entstehung 1979 nur an fünf Orten, zuletzt nach dem Fall der Mauer in Berlin, aufgeführt – die Bühnenshow war spektakulär, aber zu aufwändig. Fans mussten allerdings nicht lange auf Live-Darbietungen verzichten. Seit 1988 tourt die Australian Pink Floyd Show um die Welt und covert die Songs ihrer Vorbilder. Am Donnerstag gastierte die Band mit einem Best Of The Wall und lockte Leipzigs Rocker in die Arena. Um das Ende vorweg zu nehmen: Als beim letzten Titel „Run Like Hell“ das berüchtigte aufblasbare Floyd-Schwein unter der Decke entlang schwebt, hält es keinen Fan mehr auf seinem Platz. Ansonsten nicken die überwiegend ruhig genießenden Besucher zu Klassikern wie „Wish You Were Here“ nur rhythmisch mit den Köpfen, ältere Paare schmiegen sich zu den atmosphärischen Klängen von „Learning To Fly“ aneinander. Da kommen bei manchem wieder Erinnerungen an die eigene Rocker-Zeit hoch. Obwohl viele Songs bereits ein Vierteljahrhundert auf dem Buckel haben, ist der Bann von Pink Floyd ungebrochen.

Die Musiker von The Australian Pink Floyd Show sind zweifellos begnadete
Kopisten, so nah am Original, dass selbst kritische Anhänger befriedigt nach Hause gehen dürfen. Auch die kreisrunde Videoleinwand, die für Pink-Floyd-Auftritte so typisch war, fehlt nicht. Bekannte Symbole, der Hammer beispielsweise, und Reminiszenzen, einmal auch das Haupt des verstorbenen Bandgründers Syd Barrett, flimmern darüber – magische Momente. Mit fantasievollen Animationen, einer gleißenden Licht- und Lasershow und vielen Dezibel werden die Band- Klassiker reanimiert.

Einziger Wermutstropfen: die Soundqualität. Das Original stieg auch deshalb zu einer Rocklegende auf, weil ihm die Perfektion des Klangs so wichtig war. Das Album „Dark Side of the Moon“ diente wegen seiner außergewöhnlichen Güte lange als Referenzalbum zum Test von High-End-Stereoanlagen. Die Cover-Show reicht akustisch an ihr Vorbild nicht heran. Selbst wenn sich die verbliebenen Pink-Floyd-Mitglieder wieder zusammenrauften – wonach es nicht aussieht – die Kopie ist ein wunderbares Trostpflaster für den Verlust.